KörperstoffBibliothek der Körperchemie
Interaktive Ansicht
Elektrolyt · K

Kalium

Kalium ist das wichtigste positiv geladene Teilchen innerhalb der Zellen. Sein Konzentrationsgefälle ist zentral für Ruhepotenzial, Nervenleitung, Muskelkontraktion und Herzrhythmus.

ElektrolytK⁺ · intrazelluläres Elektrolyt
Kalium – visuelle Strukturillustration
KaliumMembranpotenzial · Muskeln & Herz · Zellstoffwechsel
Steckbrief

Die wichtigsten Eckdaten

HauptortIntrazellulärraum
RegulationNiere & Aldosteron
Besonders sensibelHerzmuskel
Beispiel-Referenz3.7–5.2 mmol/L
HauptquelleNIH ODS & MedlinePlus
Funktion

Was Kalium im Körper macht

Membranpotenzial

Das Kaliumgefälle hält Zellen elektrisch bereit und ermöglicht die Erholung nach einem Aktionspotenzial.

Muskeln & Herz

Beeinflusst Kraft, Erregbarkeit und Rhythmus von Skelett- und Herzmuskel.

Zellstoffwechsel

Unterstützt Zellvolumen, Nährstofftransport und normale Funktion vieler Enzyme.

Labororientierung

Kalium im Serum

Kaliumwerte können durch Probenfehler, Hämolyse, Medikamente und Säure-Basen-Störungen beeinflusst werden. Deutliche Abweichungen können akut gefährlich sein.

Zu wenig

  • Muskelschwäche, Krämpfe, Verstopfung und Herzrhythmusstörungen können auftreten
  • Häufige Auslöser: Erbrechen, Durchfall, Diuretika oder hormonelle Störungen
  • Schwere Hypokaliämie kann Lähmungen und lebensbedrohliche Rhythmusstörungen verursachen

Zu viel

  • Kann zunächst symptomlos sein oder Kribbeln, Schwäche, Lähmung und Herzstolpern verursachen
  • Häufig mit Nierenfunktionsstörung, Medikamenten oder Zellzerfall verbunden
  • Schwere Hyperkaliämie kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen
Herkunft

Aufnahme und Lebensmittel

Kalium wird nicht hergestellt. Es wird über den Darm aufgenommen und vor allem über die Nieren ausgeschieden; Insulin und Aldosteron verschieben Kalium zwischen Blut und Zellen.

Viele wenig verarbeitete pflanzliche Lebensmittel sind kaliumreich. Bei Nierenkrankheiten kann eine individuelle Begrenzung nötig sein.

KartoffelnHülsenfrüchteTomatenSpinatBananeTrockenfrüchteJoghurt
Quelle & Redaktion

Nachvollziehbar belegt

01Hauptreferenz

NIH ODS & MedlinePlus

02Evidenztyp

official-reference

03Geprüft

2026-08-04

04Status

Fachliche Endprüfung ausstehend

Hauptquelle: NIH ODS & MedlinePlus. Redaktionsstand: 2026-08-04. Fachliche Endprüfung: ausstehend.

Originalquelle öffnen ↗

Diese Seite ist allgemeine Bildungsinformation und ersetzt keine Diagnose, Behandlung oder Dosierungsempfehlung.